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21.09.2019

 

 

Rijeka ein gelungener Abschluss...

 

Zum letzten Rennen der Saison ging es in das + / - 800 km entfernte Rijeka (HRV). Ich wollte da ansetzen wo ich in Dijon aufgehört habe. Das Ziel war aber in erster Linie ganz klar den dritten Platz in der Meisterschaft nach Hause zu bringen.

Am Freitag gings auch schon los. Wir hatten unsere Mühe das Motorrad auf die Strecke anzupassen und ich fand schwer einen guten Rhytmus. Was mir in Dijon leicht von der Hand ging, war hier ein riesen Krampf. Im Quali konnte ich trotz solcher Probleme auf den vierten Platz fahren. Ich war aber mit der Rundenzeit nicht zufrieden und über die Renndistanz war das Motorrad einfach zu stabil und schwer zu lenken.

Samstag Morgen probierten wir weiter an der Geometrie zu arbeiten und dabei keine Fehler zu machen. Fürs Rennen war ich zuversichtlich. Einen neuen Satz Pirelli-Reifen und los geht’s.

Ich hatte einen super Start und war schon eine halbe Motorradlänge an Dominic Schmitter dran. Doch auf die erste Kurve wollte ich nichts riskieren und bremste nicht auf der letzten Rille. Ich reihte mich als dritter ein. Doch auf dem Platz konnte ich mich nicht lange halten. Ende der ersten Runde habe ich mich schon als fünfter wiedergefunden. Die Gruppe vor mir zog ordentlich am Kabel und ich hatte Mühe um dran zu bleiben. Mitte Rennen ging mir aber langsam die Kraft aus und ich konnte nicht mehr so fahren wie ich wollte. Ich habe bis zum Schluss alles gegeben, aber mehr als Platz vier lag nicht drin und das auch nur weil Rick Gattiker vor mir gestürzt ist. 

Nach dem Rennen konnten wir nochmal trainieren und probierten weiter diverse Einstellungen am Motorrad aus. Auf den Sonntag haben wir das komplette Motorrad-Setup auf den Kopf gestellt. Sonntag Morgen konnte ich bestätigen, dass wir auf dem gold richtigen Weg sind. Ich konnte 29er Zeiten mit gebrauchten Reifen fahren, was mir sehr viel Selbstvertrauen fürs Rennen gab. 

Der Start ins zweite Rennen war gut und ich konnte mich auf Platz vier halten. Ich war über das ganze Rennen in Schlagdistanz zum Erstplatzierten was mich extrem motivierte. Das Tempo konnte ich dieses Mal gut mithalten und die physischen Probleme vom ersten Rennen waren wie vergessen. Leider ist Marek und mir zum Schluss ein Überrundeter in die Quere gekommen so dass wir den Anschluss an Michael und Dominic verloren hatten. Ich wusste, dass ich die Möglichkeit hatte auf das Podest zu kommen. In der letzten Runde setzte ich ein sauberes Überholmanöver Ende der Gegengeraden an. So konnte ich mir mit hauchdünnem Vorsprung P3 sichern und war überglücklich! Im nachhinein weine ich auch ein bisschen der verpassten Chance nach, einmal um den Sieg zu kämpfen, aber im nachhinein kann man immer viel labern. Am Ende des Tages ist jedoch die Freude über das starke Rennen sowieso grösser und wichtiger!

Platz drei ist es dann auch in der Gesamtwertung der Schweizermeisterschaft geworden! Minimum Ziel Podest 2019 erreicht!

Das der Kampf um die Krone schwierig bis unmöglich wird, wussten wir schon vor der Saison. Wenn im nächsten Jahr die Voraussetzungen gleich bleiben, dann würde ich mir zweimal überlegen wieder die SM zu fahren. P1 muss möglich sein, sonst kann ich auch in der nächst höheren Meisterschaft um Positionen und Punkte kämpfen fürs gleiche Geld und grösseres Renommee. Wir sind ein Zweimann-Team und haben die Infrastruktur und die Mittel nicht um einen Dominic Schmitter und das Hess Racing Team herauszufordern. Sie machen einen tollen Job und verdienen den Erfolg. Nur ihre Ausrichtung im Hobbybereich sollten sie meines Erachtens überdenken.

Wie es weitergeht weiss ich noch nicht, aber das ist um diese Jahreszeit immer so. Ich habe immer noch einen riesen Plausch am Fahren und das ich es noch kann, habe ich diese Saison auch bewiesen. Wir werden sehen....   

Die Suzuki steht übrigens zum Verkauf, wenn Jemand noch eine reinrassige Renngranate braucht einfach schreiben! 

 

Danke an das Valentinos-Team, die FMS, Andy Ruch und Pirelli Schweiz für die geleistete Arbeit und die tollen Veranstaltungen!

Danke an Remo Brunner von RC-Racing, der auch schnelle Teile an die Konkurrenz abgegeben hat! (natürlich in Gegenleistung für den Kuchen ;-) )

Ein riesiges Dankeschön geht an alle Sponsoren und Unterstützer! Natürlich auch an meine Familie und meine zweite Familie Naef! Und das grösste Danke geht an meinen Haudegen und Mechanikerpapi Chläus!!! 

 

 

PS: Vielen Dank auch an den/die unbekannten Gratulanten! An den feinen Tropfen vor der Haustüre habe ich sehr grosse Freude! 

 

 

 

 

 

 

 

13.08.2019

 

 

Dijon (F) ohne Kies nichts los!

 

Vergangenes Wochenende ging es nach Dijon zum Heimrennen der Schweizermeisterschaft. Rund 400km fahrt haben wir problemlos am Donnerstag bewältigt, um die Senfoase mittelfrankreichs zu erreichen. Der Wetterbericht hatte gutes Wetter vorhergesagt und an Motivation mangelte es mir keineswegs!

Im Freitagstraining habe ich unsere gebrauchten Reifen noch heruntergefahren und mein Gefühl auf dem Motorrad wurde Runde für Runde besser. Das Quali lief auch gut. Ich wurde immer schneller und konnte so zum Schluss meine beste Rundenzeit fahren. Mit 1.20.9 war ich nicht ganz zufrieden, weil mir in dieser Runde ein, zwei kleine Fehler passiert sind. Die Überraschung war gross, dass ich den zweiten Startplatz belegen konnte. Ich dachte, dass meine Konkurrenten auch nochmal ordentlich zulegen würden. Für mich war es eine optimale Ausgangslage fürs Rennen.

Samstag morgen bin ich nur das erste 15 Min. Training gefahren. Wir haben nochmal Einstellungen am Fahrwerk und der Elektronik getestet, die sich als kleiner Fortschritt erwiesen haben. Auf dem Motorrad hatte ich dieses Wochenende die Erlaubnis eine Kamera zu montieren, die mir Andy Ruch freundlicherweise zur Verfügung stellte. Vielen dank dafür Andy!! Die Videos sind super geworden und werden demnächst zu sehen sein. Um 11.20 Uhr war der Start zum ersten Rennen. Ich bin super weggekommen und dachte schon, ich kann vor Dominik Schmitter in die erste Kurve einbiegen, doch er lies die Bremse nochmals los und war vorbei. Ich konnte aber P2 in der ersten Runde halten. In der zweiten ist Michael Ghilardi vorbei. Auf der Geraden konnte ich mich dann in seinem Windschatten ansaugen. Ich war aber ein bisschen zu spät auf der Bremse und brachte mein Hinterrad nicht richtig auf den Boden. Dummerweise war ich auch noch links aussen an Michael auf den Rechtsbogen zu und konnte nicht einlenken. Das führte zu einem weiten Ausritt ins Kies und gut 50 Sek. Zeitverlust. Ich konnte das Rennen zwar wieder aufnehmen und gute Zeiten fahren, aber für mehr als P14 hat es nicht mehr gereicht. Ich war sehr enttäuscht, denn ich hatte mir sehr viel mehr erhofft. Zum glück bin ich nicht gestürzt und konnte trotzdem ein paar Punkte mitnehmen. Wo ich ohne diese 50 Sek. stehen würde, kann jeder selber nachrechnen. Ich konnte das zum Glück schnell hinter mir lassen und wir machten uns im letzten Training am Samstag an die Abstimmung für Sonntag.

Wir konnten aber keine Verbesserungen mehr erschrauben. Ich war ohnehin sehr zufrieden mit dem Motorrad und wollte eigentlich nur raus und den Hammer fallen lassen. Am Sonntag sah es am Himmel sehr dunkel aus und ich hoffte, dass wir noch im trockenen durchkommen. Der Start war wieder gleich gut wie am ersten Tag. P2 in der ersten Kurve und Runde, doch auf der Startzielgeraden schoss auf einmal Phillip Bucher vorbei, den ich so gar nicht auf dem Zettel hatte. Ich versuchte dran zu bleiben, was mit vollem Tank äusserst schwierig war. Doch schon bald wurde er langsamer und ich setzte aus dem Windschatten zum Überholmanöver an. Michael Ghilardi dachte wohl das gleiche und ging an uns beiden vorbei. Ich folgte Michael und konnte sein Tempo gut mitgehen. In Runde 9 bin ich mit ach und krach aus dem Windschatten vorbei. Ich wollte, wenn möglich das Tempo anziehen und ihn abschütteln. Das gelang mir aber nicht und er konterte an der gleichen Stelle bei der ich Ihn auch überholt habe. Währenddessen fing es immer stärker an zu tröpfeln und der letzte Sektor war schon recht feucht. Ich hatte ein paar kritische Momente und entschied mich ein bisschen Gas raus zu nehmen. Michael fuhr unbeirrt weiter und ich verlor den Anschluss. Eine Runde später hob ich die Hand und hoffte das die Rennleitung das Rennen abbricht. Beim anbremsen auf die erste Kurve rutschte mir das Hinterrad ohne Vorwarnung weg und ich konnte einen Sturz nur mit sehr viel Glück verhindern, doch gerade aus ins Kies hiess es wieder. Die Streckenposten da wollten mir sicher schon ein Wochenendabo anbieten. Ich war frustriert und hoffte nur noch auf die rote Flagge als ich wieder auf der Piste war. 5 Sek. später war es dann auch soweit; das Rennen wurde abgebrochen. Die Erleichterung war gross, dass ich noch auf dem dritten Platz gewertet wurde. Ärgerlich war es trotzdem, ich fühlte mich wieder sehr stark und konnte es nicht bis zum Schluss zeigen. Mit Michael hätte es sicher noch einen spannenden Fight gegeben. 

Vielen dank noch an die Familie Naef die mir vor Ort alle Daumen gedrückt hat!!

Jänu bald ist schon das letzte Rennen und ich werde mich da sicher auf den dritten Platz in der Meisterschaft konzentrieren. Wenn dabei wieder ein Platz auf dem Podest rausspringt bin ich auch nicht böse ;-) Wir sind bestens aufgestellt die Sugi, Ich und Papa Chläus lets fetz Rijeka!!

 

PS: Die 300 sind gefallen. Genauer gesagt waren es 303.2 Km/h wueee.....

 

 

 

 

22.07.2019

 

In Brünn (CZ) viele Erfahrungen gesammelt!

 

Die vierte Veranstaltung der Saison fand vergangenes Wochenende in Brünn statt. Mit über 12h Anfahrt hatten wir es am Freitag morgen um 1 Uhr auch endlich geschafft und waren auf dem Rennplatz angekommen. Die diversen Staus machten uns die Anreise ein bisschen beschwerlicher als sonst. Doch mit der Vorfreude endlich wieder fahren zu können war die Müdigkeit schnell verflogen als es dann endlich los ging.

Die ersten Trainings liefen gut und ich konnte mich immer weiter steigern. Wir konnten aber kein optimales Setup für das Quali ausarbeiten und so konnte ich leider nicht die gewünschte Rundenzeit fahren. Mir ist auch keine wirkliche Hammerrunde gelungen, aber P5 und Reihe 2 waren für mich kein Desaster.

Am Samstag konnte ich mein Gefühl noch ein bisschen verbessern und mit den Einstellungen waren wir auf dem richtigen Weg. Ich blickte optimistisch ins erste Rennen, erwartete aber keinen riesen Sprung.

Neue "Wienerli"(Reifen) drauf und los ging es um 14.00 Uhr mit dem Start. Ich kam super weg musste aber in der ersten Kurve weit gehen, weil sich der Gaststarter Nekvasil innen reingepresst hat. Daraufhin ist Rick Gattiker auch gleich durchgerutscht. Ich konnte den Anschluss halten und merkte das Rick das Tempo nicht halten konnte. So bin ich Ende der Start/Ziel auf der Bremse vorbei. Ich fühlte mich gut und konnte direkt schnellere Zeiten fahren. Was ich fuhr sah ich leider nicht, da mein Laptimer machte was er wollte. Ich sah auch die Führungsgruppe und war erstaunt das ich das Tempo auch mitgehen konnte. Doch nach der vierten Runde zogen sie an und ich verlor an Boden. Ich fuhr so konstant ich konnte und Beendete das Rennen auf Platz vier. Die Punkte für Platz drei bekam ich, weil ein Gaststarter vor mir war. Das Reifenbild nach dem Rennen war nicht ganz so gut wie sonst, also mussten wir am Nachmittag noch Testen um den Gummi besser zum funktionieren zu bringen. Wir arbeiteten genau richtig und ich fühlte mich mit einem 24 Runden alten SCX Pudelwohl. Nun hoffte ich nur noch, dass es auch trocken bleibt am Sonntag.

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Zum ganzen Thema, was sich nach Rennen 1 abgespielt hat, habe ich eine ganz klare Meinung. Ich finde die Reaktion von Michael Ghilardi vollkommen gerechtfertigt. Die fahrerische Leistung von Dominik Schmitter ist unbestritten und fahren wo er will und darf kann er auch, aber wenn ein Team schnelle Internationale Fahrer verpflichtet um die Meisterschaft zu ihren Gunsten zu verfälschen, dann ist das kein Sportsgeist, dass ist eine Schande. Ich danke Michael das er den Mut hatte endlich Tacheles zu reden und den Verantwortlichen denen das vielleicht entgangen sein mag endlich die Augen geöffnet hat. In diesem Sinne hoffe ich, die Wogen glätten sich wieder und wir können unsere Leidenschaft wieder mit einem Lächeln verfolgen. Schwarze Schafe gibt es immer.

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Am Sonntag morgen war das Wetter noch angenehm und ich konnte einen Warmup-Turn fahren um mich ein bisschen fürs Rennen einzuschiessen. Doch am Mittag kam heftiger Wind auf und unser Zelt drohte davon zu fliegen. 50 Min. vor Rennbeginn schüttete es auch die Piste nass. Zwischen Mittagessen, Zelthalten, und Reifenwahl überdenken, hat es dann zum Glück 30 Min. vor dem Start endlich aufgehört zu regnen und wir entschieden uns für Trockenreifen. Die Strecke trocknete dank dem Wind sehr schnell ab. Trotz des ganzen Chaos waren wir rechtzeitig bereit und ich fuhr raus auf die Besichtigungsrunde. Die Strecke war vollkommen trocken und ich war auf Attacke gebürstet. Wieder ein super Start und direkt auf P3 in die erste Kurve so muss Dass. Ich konnte lange den Anschluss an Michael Ghilardi halten und fühlte mich sogar stärker in gewissen Abschnitten der Strecke. Doch ich bekam auch Besuch von Nekvasil den ich einmal kontern konnte, doch beim zweiten Mal war er vorbei. Ghilardi setzte sich ein bisschen ab und ich versuchte Nekvasil zu folgen, der Boden gut machte. Doch in der selben Runde streifte mein Motor den Boden und ich verlor ein wenig das Vertrauen in den Linkskurven. Ein, zwei Runden später konnte ich mich wieder von den Zeiten her etwas fangen, aber der Rhythmus des Anfangs war dahin und der Zug um P2 auch schon abgefahren. So war das Resultat dasselbe wie im ersten Rennen. Ich konnte trotzdem mit einem kleinen Lächeln zurück fahren. Ich konnte nämlich in diesem Rennen sehr genau meine Stärken und Schwächen und die des Motorrads erkennen, was sehr wichtig ist! Nun heisst es an den Schwächen zu arbeiten um weiter nach vorne zu kommen.

Ich freue mich schon auf Dijon, denn ich hatte schon lange kein so gutes Gefühl mehr auf dem Motorrad. Von mir aus können wir schon nächstes Wochenende weitermachen!

Vielen Dank an meinen Vater der trotz seiner Schulter-OP mitgekommen ist und Kurt Naef der uns tatkräftig mit bester Illharter-Laune unterstützt hat - wie sich das gehört ;-)

 

 

 

02.07.2019

 

Slovakiaring was soll ich sagen?

 

Mit viel Rückenwind von Dijon sind wir vergangenes Wochenende an den Slovakiaring (SVK) gereist. Mit einem neuen Gabelsetup wollte ich den Abstand zur Spitze verkürzen. Das letzte mal dort, war ich 2015 mit meiner 600er.

Am Freitag tat ich mich schwer einen guten Rhytmus zu finden. Ein bisschen verunsichert hat mich auch, dass wir im ersten Training einen gebrauchten Vorderreifen komplett zerstört haben. Wir konnten aber die Gabel immer besser einstellen, so dass ich wieder ein besseres Gefühl hatte. Auf das Quali haben wir die Übersetzung geändert und hofften, dass die nötigen Sekunden mit dem neuen Satz Reifen kommen würden.

Quali am ersten Tag, daran werde ich mich wohl nie ganz gewöhnen. Um 17.40 Uhr ging es los bei super Wetter. Ich konnte gute Runden drehen, war aber nicht ganz zufrieden mit meiner schnellsten Zeit. Trotzdem qualifizierte ich mich auf Platz 3 mit einer 2.08.5. Gute Voraussetzungen fürs Rennen. 

Im Samstag morgen "Warmup" konnten wir das Motorrad nochmals ein bisschen verbessern.

Das Rennen startete um 11.20 Uhr bei 30°C im Schatten und 38°C Asphalt. Ich kam sehr gut weg und konnte direkt P2 übernehmen. Dominik Schmitter lies aber nicht lange auf sich warten und überholte mich schon in der ersten Runde. In der dritten Runde ging auch Rick Gattiker vorbei, der sich aber kurz darauf verbremste und einen Ausritt hinnehmen musste. Der Schnellzug P1+2 fuhr mir davon und ich dachte in der Hälfte des Rennens schon, dass ich ein bisschen rausnehmen kann, da ich mich nach hinten in Sicherheit wähnte. Doch drei Runden vor Schluss passierte mir ein kleiner Fehler auf der Bremse und ich konnte kurz ein grünes Motorrad sehen direkt hinter mir. Ich gab nochmal alles um meinen dritten Platz zu verteidigen und konnte ihn auch halten. Schlussendlich wichtige Punkte. Aber für meinen Geschmack zu viel Rückstand auf P2.

Am Abend bin ich wie immer um die Strecke mit dem Velo. Ich notierte mir Wichtige Anhaltspunkte und Bodenwellen um mich für Sonntag besser zu wappnen.

Das Rennen am Sonntag begann chaotisch für mich. Bei 34°C im Schatten wollte ich nicht mehr machen als nötig. Wir wollten ein bisschen früher los als am Samstag, damit ich sicher in die Einführungsrunde komme. Doch als ich schon die Reifenwärmer runtermachen wollte ging es mir durch den Kopf; Ich hatte vergessen die Reifenaufkleber anzubringen, die für ein gewertetes Resultat unerlässlich waren. In voller Montur und mit einem gefühlten Puls von 230 rannte ich im Dreieck und suchte die Kleber. Zum Glück schnell gefunden und irgendwo auf der Seite der Reifen aufgeklebt. Nun ging es raus in die Startaufstellung. In der Aufwärmrunde hatte ich Zeit mich zu beruhigen und runter zu fahren. Mein Start war super und ich konnte in den ersten zwei Kurven die Führung übernehmen. In Kurve 3 ist dann Michael Ghilardi vorbei gegangen. Ich versuchte dran zu bleiben und hatte ein gutes Gefühl. In der zweiten Runde hat mich Schmitter überholt. Ich war am Limit unterwegs, da ich unbedingt wenigstens für ein zwei Runden dran bleiben wollte. Beim anbremsen nach der Gegengeraden war ich dann zu spät auf der Bremse und musste weit durchs Kies. Mit etwas Glück vermied ich einen Sturz (durch so tiefes Kies mit 140-160 Sachen ist auch kein Vergnügen). Ich konnte nicht mehr direkt zurück auf die Strecke und bin niedergeschlagen zu unserem Zelt zurückgekehrt. Ich habe mir überlegt weiter zu fahren, doch ich musste zuerst das Kies aus dem Unterboden entfernen um mich und andere nicht zu gefährden. Dan dachte ich, was bringt es mir mit drei Runden Rückstand ins Ziel zu fahren. Einige Sekunden später sah ich, dass das Rennen abgebrochen wurde. Ich machte mir Hoffnungen vielleicht aus der Box oder von ganz hinten zu starten, wenn es dann einen Re-Start geben würde. Schnell reinigten wir das Motorrad und machten die Reifenwärmer drauf. Dann gab es den Re-Start. Schon an der Boxengasse wurde ich aufgehalten und mir wurde gesagt, dass ich nicht zugelassen bin zum Re-Start, da ich das abgebrochene Rennen nicht beendet habe. So ging ich wieder zurück und ärgerte mich noch während der Fahrt wegen meinen zwei dummen Fehlern. Ich war noch nie in so einer Situation aber so etwas wird mir nicht noch einmal passieren. 

Ich bin mit gemischten Gefühlen nach Hause gereist. Einerseits habe ich immerhin P3 im ersten Rennen und dachte auch das ich im zweiten wieder einen Schritt vorwärts gemacht habe. Andererseits ärgerte ich mich über mich selber. Natürlich dachte ich auch an Rick Gattiker. Wegen seines Horror-Sturzes wurde das Rennen abgebrochen - ich hoffe ihm geht es besser und wünsche ihm natürlich gute Besserung und eine schnelle Genesung!

Wir schauen nun nach Brünn und versuchen dort wieder voll anzugreifen. Sicher haben wir noch viel Potential und mein Ziel ist es auch einmal als Zweiter auf dem Podest zu stehen. 

 

 

01.06.2019

 

positives Wochenende in Dijon (F)

 

Vergangenes Wochenende fand der dritte und vierte Lauf in Dijon statt. Ich freute mich riesig wieder auf einer meiner Lieblingsstrecken im Kalender zu fahren. Gleichzeitig war es für uns eine Standortbestimmung des Materials und für mich als Fahrer.

Am Freitag konnte ich von Anfang an gute Zeiten fahren und wir kamen gut vorwärts mit der Motorradabstimmung. Ich war zuversichtlich aufs Quali obwohl wir noch die Übersetzung gewechselt haben und damit ein bisschen gepokert haben. Ich wusste für einen guten Startplatz musste ich möglichst nah an die 1.20.00 kommen. Ich konnte gute Runden fahren trotz Verkehr blieb ich ruhig und baute zwischendurch eine langsamere Runde ein, um freie fahrt zu haben. Meine Schnellste Rund kam mir nicht sehr schnell vor, mein Laptimer zeigte eine 1.20.88 und ich dachte schon das die erste Reihe fast nicht möglich ist. Doch wie sich herausstellte konnte ich meinem Laptimer nicht ganz trauen. So stand ich am Schluss auf dem dritten Startplatz mit einer 1.20.68. Ich war zufrieden den die erste Startreihe war auch mein Ziel.

Am Samstag morgen hatten wir noch ein Training bei dem wir nochmals die Einstellung der Gabel verfeinern konnten.

Fürs Rennen gab es wie immer einen neuen Satz Reifen von Pirelli. Mein Start war gut aber ich verlor einen Platz auf die erste Kurve zu. In der zweiten Links hatte ich einen riesigen Wackler. Ich war ein bisschen zu früh am Gas und der Reifen war wahrscheinlich noch nicht ganz auf Temperatur. Ich konnte mich nur mit viel Glück auf dem Motorrad halten und verlor so einige Zeit auf die Spitzenleute. Nachdem ich einen Konkurrent überholen konnte war es für mich ein einsames Rennen. Ich sah Platz 2/3 die ganze Zeit aber ich konnte die Lücke nicht schliessen. Somit kam ich ungefährdet auf Platz 4 ins Ziel und war ehrlich froh um die Punkte, es hätte ebenso keine geben können.

Das Zweite Rennen wollte ich unbedingt besser Starten. Ich kam nicht schlecht weg aber ich verlor wieder einen Platz in der ersten Kurve. Zum Schluss der ersten Runde war ich auf P5. Ich wusste das ich so schnell wie möglich vorbei muss, sonst fahren sie vorne wieder weg. Ich konnte dann zwei Konkurrenten aus dem Windschatten überholen und war auf P3. Doch nach vorne war schon eine Lücke aufgegangen. Ich versuchte einen möglichst guten Rhythmus zu halten und war mir fast sicher, dass ich so den dritten Platz einfahren kann. Doch zwei Runden vor Schluss hat mich Rick Gattiker auf der Geraden überholt. Ich hatte eine Runde zeit um Ihn zu studieren, aber ehrlich gesagt hatte ich alle Hände voll zu tun um sein Hinterrad zu halten. Ich probierte das einzig mögliche Überholmanöver auf Start/Ziel aus dem Windschatten. Es hat zum Glück gereicht und ich konnte den dritten Platz einfahren mit hauchdünnem Vorsprung (0.05sek). 

Mit dem Wochenende bin ich zufrieden. Am Start muss ich wieder arbeiten, denn mit Launchcontol komme ich nicht so gut weg wie ohne. Es sind viele kleinikeiten die mir und der Suzuki noch fehlen um an die Spitze zu kommen. Das nächste Rennen am Slovakiaring kann ich schon kaum erwarten. Wir bleiben natürlich dran und geben weiterhin Vollgas.

 

 

 

19.04.2019

Gute Ausbeute in Valencia (ESP)

 

Vom Montag bis Mittwoch fand in Valencia der Auftakt der Schweizermeisterschaft statt. Gut vorbereitet sind wir am Samstag Abend die langen 1450 km nach Spanien gereist. Am Sonntag hiess es früh ins Bett und den verpassten Schlaf nachholen.

Montag Morgen ging es los und ich war sehr gespannt wie ich mit der Strecke zurecht komme. Wir konnten an der Abstimmung arbeiten und ich konnte viele Runden drehen um die Strecke zu verinnerlichen. Doch wir waren von Anfang an zwei Schritte hinter der Konkurrenz, die im Winter schon da getestet hatte. Trotzdem versuchte ich alles um eine möglichst gute Runde schon im Quali hin zu brennen. Mit 1.39.9 wusste ich aber schon auf dem Motorrad, das die erste Startreihe nicht zu machen ist. Startplatz vier war aber auch keine schlechte Ausgangslage.

Am Dienstag hatten wir nochmal drei Trainings um verschiedene Dinge am Motorrad aus zu probieren. Wir konnten einen rechten Schritt nach vorne machen und ich war sogar eine Sekunde schneller als im Quali. Mit einem guten Gefühl ging es dann ins erste Rennen.

Mein Start war eher mittelmässig und ich verlor zwei Plätze. Nach einigen Überholmanövern konnte ich mich dann aber auf P4 frei fahren. Der schnelle Zug ums Podium war aber dann schon auf und davon. Ich versuchte konstant meine Runden zu drehen und wusste das ich nach hinten keinen riesen puffer hatte. Bis zum Schluss konnte ich um 1.39 tief fahren. Schlussendlich hat es ganz knapp für den vierten Platz gereicht. Ich war natürlich nicht zufrieden als ich den Abstand zur Spitze in Erfahrung brachte. Es war einfach zu viel, wir haben uns nicht ausgeruht und bis am Abend spät geschraubt und überlegt, wie wir näher rankommen.

Am Mittwoch probierten wir nochmal eine andere Übersetzung und diverse Fahrwerkseinstellungen. Das Gefühl fürs Motorrad war ein bisschen besser und ich hoffte das im zweiten Rennen umzumünzen. Mein Start war gut und ich konnte in der ersten Kurve einen Platz gut machen. Doch schnell war klar das ich P3 nicht halten kann und ich habe den Anschluss zu den schnellsten drei verloren. Obwohl ich meine Pace um mehr als 0.5 Sek./Rd. steigern konnte, reichte es nicht um näher an die Spitze ran zu kommen. Mit glück konnte ich doch noch den dritten Platz einfahren, da ein Konkurrent vor mir gestürzt ist.

Mein Mechaniker ist zufriedener als ich mit dem Auftakt. Klar haben wir wichtige Punkte geholt da auch der Titelverteidiger verletzungsbedingt nicht am Start war. Doch auf dem Papier sind wir momentan klar nicht konkurrenzfähig. Nun haben wir 5 Wochen zeit um zu arbeiten und die Schwächen zu lokalisieren und zu beheben. Ich denke in Dijon können wir voll angreifen da wir in der Vergangenheit schon sehr erfolgreich dort waren. Ich freue mich schon drauf!!

Dieses Jahr knacken wir die 300 und die 1.21 dort ;-)

 

 

01.04.2019

Intensiver Test am Pannoniaring (HUN)!!

 

Vergangenes Wochenende ging es spontan zum ersten und einzigen Test vor dem ersten Rennen. Am Morgen war es ein bisschen kalt aber vom Mittag weg hatte man anständig Grip.

Ziel des Tests war es das neu aufgebaute Motorrad auf Herz und Nieren zu Testen.

Im ersten Turn hatten wir schon das erste Problem zu lösen. Der Schaltautomat hat einen Fehler in der Elektronik ausgelöst und legte alle Hilfsmittel lahm. Die Behebung hat einige Zeit in Anspruch genommen, so konnte ich erst ab Mittag richtig mit dem Testen beginnen. Die Strecke und die lange Zeit ohne Motorrad machten mir mühe richtig in fahrt zu kommen. Aber ich konnte immerhin wieder ein bisschen Speed aufbauen.

Am zweiten Tag war das Wetter herrlich und wir wollten schon am Morgen viel ausprobieren. Doch jedes mal wenn ich auf die Strecke ging wurde die rote Flagge geschwenkt da irgendwelche "Spezialisten" Öl verteilt hatten. So war die Piste ein Picasso Gemälde aus Ölbinder und Gummiabrieb. Für den Nachmittag haben wir uns auf die Geometrie des Motorrades konzentriert und einen neuen Hinterreifen montiert. Ich denke wir konnten einen guten Schritt in die richtige Richtung machen was den Verschleiss betrift. Die elektronischen Hilfsmittel konnten wir auch besser einstellen somit war es ein sehr positiver Tag!

Sonntag war der letzte "Arbeitstag" viele Ideen wenig Zeit war das Moto. Wir haben nochmal grössere Veränderungen umgesetzt und konnten das Positive herausfiltern. Die Rundenzeiten lagen dabei nicht im Fokus.

Im grossen und ganzen können wir sehr zufrieden sein mit dem Test. Oder wie mein Mechaniker zu sagen pflegt "Valencia wäre ein Desaster geworden ohne diesen Test".  Überrascht bin ich über die Haltbarkeit der Reifen. Mit zwei Hinteren (SC3 /SC1) haben wir über 80 Runden abgespult. Obwohl die Rundenzeiten nicht so prickelnd waren bin ich sehr zuversichtlich das wir einen guten Speed beim ersten Rennen haben werden.

Ich freue mich nun bis es endlich wieder los geht und es in Valencia heisst: feuer frei!!

PS: das ist kein Aprilscherz XD

 

 

 

 

 

 

27.02.2019

Vorbereitungen in vollem Gange!!

 

Ich bin voller Motivation in das neue Jahr gestartet. Die Sponsorensuche läuft und der Neuaufbau meiner Suzuki ist im Zeitplan. Kommende Saison werde ich die komplette Schweizermeisterschaft in der Klasse Superbike bestreiten. Ich freue mich riesig wieder Teil des SMR Paddock's zu sein.

Voraussichtlich werde ich Ende März noch drei Tage trainieren, um das Motorrad optimal einzustellen und den Winterrost abzufahren.

Meine Ziele für 2019 sind ganz klar Top 3 Platzierungen!! Ich werde alles geben, um mein Ziel zu erreichen und danke allen die mich auf diesem Weg unterstützen!!  

Weitere News folgen in kürze.....

 

 

 

 

28.09.2018

Schwieriges Wochenende an der Schweizermeisterschaft in Brünn (CZ)...

 

Am vergangenen Wochenende fand in Brünn der letzte Lauf der Schweizermeisterschaft statt. Ich war wieder als Gast am Start und versuchte das Potenzial der Suzuki zu ergründen.

Leider ist der Freitag komplett ins Wasser gefallen. Ich entschied mich nicht auf nasser Fahrbahn zu fahren, da mir in diesem Jahr einiges an Kilometer in den Beinen fehlt und ich kein Alteisen riskieren wollte. Somit war es für mich schlussendlich eine Zweitagesveranstaltung. Das die Meisten schon an der ersten Veranstaltung drei Tage voll trainieren konnten, wurde es noch ein bisschen schwieriger deren Pace zu gehen.

Am Samstag war das Wetter wieder auf unserer Seite. Ich konnte mich von Training zu Training steigern und im Quali fuhr ich dann auf den guten fünften Platz, was Startreihe zwei bedeutete. Mit der Rundenzeit von 2.07. war ich nicht ganz zufrieden.

Für das erste Rennen fiel uns die Entscheidung schwer, welche Reifenmischung wir aufziehen sollten. Es war nicht sehr warm, darum haben wir uns dann für den härteren Reifen entschieden. Ich startete wie üblich sehr gut und konnte einen Platz gut machen. Aber schon in der dritten Runde fing es leicht an zu regnen. Ich konnte die Situation nicht so gut einschätzen wie meine Konkurrenten. Ich verlor wieder zwei Positionen und sah wie der Schnellzug der Podiumsplatzierungen abbrauste. So riskierte ich nicht mehr 100% und versuchte meine Position über die Runden zu bringen. Doch am Ende musste ich trotzdem noch wehrlos einen Platz hergeben. Das bedeutete schlussendlich P7 (P5 in der SST Wertung). Mit unserer Reifenentscheidung war ich nicht glücklich, weil ich absolut keine Traktion am Hinterrad hatte.

Um noch mehr Km zu sammeln, sind wir nach dem Rennen das Langstrecken-Rennen gefahren um eine Lösung für dieses Problem zu finden. Dabei ist uns der Fehler am hinteren Federbein aufgefallen. Die Mutter der Federvorspannung hat sich gelöst und die Vorspannung ist schleichend gegen null gegangen was sich erheblich auf die Präzision ausgewirkt hat. Wir waren überzeugt das dies das Problem gewesen sein musste.

Am Sonntag bin ich nur das Warmup-Training gefahren, da ich schon nach einem Tag sämtliche spezial Muskeln gemerkt habe die man so zum Motorrad fahren braucht. Ich muss sagen wenn ich nächstes Jahr wieder eine komplette Saison fahren will, muss ich im Winter sicher 1-2 Wochen auf dem Motorrad sitzen den die Konkurrenz schläft nicht und konditionell haben sie mir momentan was voraus.

Das zweite Rennen fand dann bei sehr guten Bedingungen statt und wir konnten einen weicheren Reifen aufziehen. Ich hatte einen bomben Start und konnte in den ersten Runden ordentliche Rundenzeiten fahren. Ich war 1.4 Sek. schneller als meine Quali Zeit. Der Hinterreifen hat sehr ordentlich gearbeitet und ich konnte richtig gas geben. Doch ich merkte schon in der fünften Runde wie mich langsam die mangelnde Physis in die Knie zwang und ich konnte meinen Speed nicht aufrecht erhalten. So kam ich mit der gleichen Platzierung wie im ersten Rennen ins Ziel.

Ehrlich gesagt hatte ich höhere Ansprüche an mich selber und das Wochenende. Mit der Rundenzeit von 2.05.6 bin ich eigentlich zufrieden aber mit meiner Leistung im Rennen nicht. Das Positive ist sicher das wir genau wissen wo unsere Schwächen liegen, denn auch das Motorrad ist noch weit weg von 100%. Ich sehe positiv auf die Saison 2019, denn wenn alles passt haben wir keine Probleme um das Podium oder sogar um Siege zu kämpfen.

Das Wochenende hat mir riesig Spass gemacht bei toller Atmosphäre guten Leuten und einem professionellen Veranstalter. Ich danke allen von Herzen die mich unterstützen und die einen Beitrag leisten bei dem was ich liebe.

Einmal Motorradsport immer Motorradsport sag ich nur!!

 

 

 

 

06.06.2018

Gelungener Gaststart in der Schweizermeisterschaft in Dijon (F) ...

 

Vom 25.05-27.05. war ich zum Gaststart in der SST1000 Klasse der Schweizermeisterschaft. Meine Suzuki habe ich über den Winter wieder tüchtig gemacht. Grösster Unterschied waren das Fahrwerk (GL) und die Reifen von Pirelli.

Ich brauchte zuerst ein bisschen Zeit bis ich mich an die Komponenten und den mehr Gripp gewöhnt hatte. Aber im grossen und ganzen kam ich schnell zurecht und konnte im ersten Quali am Freitag schon eine 1.22.6 fahren. Ich bin schon über ein halbes Jahr nicht mehr auf dem Motorrad gesessen somit stimmte mich der 5 Platz am ersten Tag zuversichtlich.

Am Samstag kam es dann aber zu einem kurzen Regenschauer, genau bei unserem zweiten Quali. Ich entschloss mich wie die meisten anderen Fahrer nicht raus zu gehen. Eine Zeitverbesserung wäre einfach nicht möglich gewesen.

Das erste Rennen war ebenfalls am Samstag. Ich konnte einen guten Start hinlegen und war die erste Runde auf P3. Ich konnte konstant meine Zeiten fahren bis ca. in die neunte Runde. Von da an habe ich immer mehr Probleme mit dem Hinterrad bekommen so verlor ich noch einige Plätze bis ins Ziel. Ich war nach dem Rennen nicht zufrieden, ich dachte dass mehr gehen würde. In der SST1000 wurde ich vierter und gesamthaft siebter.

Auf das zweite Rennen probierten wir einen anderen Hinterreifen aus, welcher meine Pace deutlich steigerte. Ich kam wieder super vom Start weg und konnte wieder als dritter in die erste Kurve einbiegen. Zeitweise lag ich sogar auf der zweiten Position und konnte diese auch halten (beste Runde 1.21.33). Meine Pace war gut eine Sekunde. schneller als im ersten Rennen. Gegen Ende scheiterte es aber wieder an der Konstanz. Ich habe am Anfang schon allen Gummi verbrannt und konnte mich am Ende nicht mehr steigern. Leider wurde es wieder das selbe Resultat wie im ersten Lauf. Den Abstand zum Sieger konnte ich aber deutlich verkürzen. Im Rennen habe ich auch noch meinen persönlichen Topspeedreckord aufgestellt mit 298.8 km/h laut GPS. ;-)

Sicher wäre ich gerne auf dem Podest gestanden, aber wenn ich mir das Potential des Motorrads anschaue und mein Potential als Fahrer stimmt mich das glücklich. Falls ich nächstes Jahr starten kann, denke ich können wir ein Wörtchen um den Titel mitreden! Nächster Gaststart ist in Brünn geplant 14-16.09.2018. Ich hoffe das wir auf einer meiner Lieblingsstrecken wieder Fortschritte erzielen können. Ich freu mich schon drauf!!

Danke an alle die mich unterstützen und die Daumen drücken!!!

 

 

09.10.2017

 

Suzuki GSX-R Cup 2017 ist Geschichte.....

 

Am letzten Rennwochenende in Hockenheim hiess es für mich nochmals alles geben. Ich war heiss auf den Titel und 11 Punkte Rückstand waren nicht alle Welt.

Ich fühlte mich von Anfang an wohl auf dem Bike und konnte ordentliche Zeiten fahren. Am Freitag waren wir wie üblich mit Abstimmungsarbeiten beschäftigt. Im ersten Quali konnte ich eine niedrige 1.32 fahren und war eigentlich zufrieden mit P2 da ich nur gut 0.1 auf den Führenden verlor.

Im zweiten Quali wollte ich nochmals den Angriff starten auf Startplatz 1. Neue Reifen und eine sozusagen perfekte Strategie (früher Gas geben und später bremsen xD) sollten mir das erleichtern. Am Ende gelang es mir noch einen weiteren zehntel von meiner Zeit abzufeilen. Somit konnte ich beide Rennen von Position zwei aus starten.

Das Wetter hat, wie das ganze Jahr hinüber, knapp gehalten und wir konnten uns auf ein trockenes Rennen freuen. Mein Start war gut und auf die zweite Rechts konnte ich in Führung gehen. Ich versuchte von Anfang an volles Risiko zu gehen und konnte vier Runden in Führung bleiben. Bis meine Konkurrenten Ihre Pace steigerten und ich sie vorbeilassen musste. Ich konnte mittlere 32 Zeiten fahren aber das reichte am Schluss nur auf P3. Klar war ich ein bisschen enttäuscht Familie, Freunde und Sponsoren waren anwesend und wollten mich ganz vorne sehen. 

Für Sonntag haben wir am Setup geschraubt um mehr Hinterradgripp zu erzeugen. Ich hatte wieder einen super Start und konnte die ersten fünf Runden wieder in Führung gehen. Doch ich merkte schon ziemlich früh das unsere Einstellungen nicht viel gebracht haben. In den letzten Runden war ich zwischenzeitlich noch auf Platz vier. Ich habe mir in den ersten Runden einen krampf in die Unterarme gefahren und konnte kaum noch Bremsen geschweige den gefühlvoll gas geben. Ich wusste das ich Platz drei brauche um in der Gesamtwertung den Vizetitel zu sichern. So biss ich nochmal voll und konnte Platz drei schlussendlich sichern. Ich konnte so den Vizetitel mit einem Punkt Vorsprung auf Maximilian Weihe einfahren!

Mit der Saison bin ich im grossen und ganzen zufrieden. Es war mein erstes Jahr auf der 1000er und die Suzuki ist wirklich ein tolles Motorrad. Ich war sehr konstant und konnte in jedem Rennen Punkten.  WIe immer haben mein Vater und ich das beste aus unseren bescheidenen Ressourcen gemacht.

Was 2018 ist weiss ich noch nicht genau. Da ja die Rennserien von IDM bis SM alle Probleme haben was schlaues umzusetzen. Aber ich hoffe sehr es geht weiter!

Ich möchte mich ganz herzlich bei meiner Familie, Freunden und Sponsoren bedanken! Ohne diese wäre ich nicht der Rennfahrer und Mensch der ich heute bin. Auch den Cup-Organisatoren ein riesen Dankeschön für die tolle Umsetzung der Rennen und den tollen Support!

 

 

 

 

 

13.09.2017

 

Oschersleben missglückt...

 

Voller Zuversicht reisten wir an die wunderschöne Rennstrecke in Oschersleben. Obwohl ich das letzte mal vor vier Jahren dort gefahren bin erhoffte ich gute Resultate zu erzielen. 

Schon im ersten Training konnte ich nicht wie gewünscht angreifen. Ich fühlte mich einfach nicht richtig wohl auf dem Motorrad. Das geänderte Gabelsetup erwies sich als Rückschritt und ich haderte mit der Übersetzung. So probierten wir drei verschiedene Übersetzungen am Freitag. Das erste Quali lief nicht nach Wunsch (P6). 

Die ganze Nacht machte ich mir Gedanken, wass ich besser machen kann und wie wir das Motorrad besser abstimmen könnten. Schlussendlich haben wir mit dem Fahrwerk weiter in die Falsche Richtung gearbeitet. So sprang am Samstag nur der neunte Startplatz heraus. Für mich war das natürlich der Super-GAU, da meine Hauptkonkurrenten in der Meisterschaft auf P1+2 starteten. 

Aufs erste Rennen wechselten wir die Übersetzung zum sage und schreibe vierten mal. Der Poker ging aber auf und ich konnte im Rennen eine gute Pace halten. Nach einer Berührung zweier Konkurrenten musste ich das Gas zu machen und kam nicht optimal in die erste Kurve. Doch ich konnte einen nach dem anderen überholen, bis ich auf Platz 5 angekommen war. Ich konnte zwar zur zweier Gruppe vor mir aufschließen aber fand bis zum Schluss keinen Weg vorbei. Somit war das Platz 5 im ersten Rennen. Ich war natürlich nicht glücklich aber es ging einfach nicht mehr.

Im zweiten Rennen erwischte ich einen schlechten Start. Doch ich zögerte nicht so lange mit meinen Überholmanövern und konnte mich schnell auf Platz 4 vorarbeiten. Ich dachte zwischenzeitlich das ich das Hinterrad des Drittplatzierten nicht mehr halten kann, aber gegen Schluss war ich wieder dran. Rene Raub fuhr aber Fehlerfrei und in der letzten Runde machte er mir alle Löcher zu. In der zweitletzten rechts versuchte ich es mit der Brechstange, was aber zu optimistisch war und ich musste zurückstecken. Mit dem 4 Rang war ich den Umständen entsprechend zufrieden. Ich habe alles gegeben aber so wies aussah sollte es nicht sein. Die meisten meiner Konkurrenten hatten einfach schon zu viele Runden auf diese Piste gedreht. 

Die Führung in der Gesamtwertung habe ich leider verloren. Ich hoffe nun das ich in Hockenheim wieder voll dabei bin. Ich glaube das ist die einzige Strecke die ich jedes Jahr in meiner Karriere sicher ein mal befahren habe, somit sollte ich wissen wie es drumherum geht. Für uns Schweizer ist das ja sowas wie eine "Heimstrecke".

Oschersleben abgehackt und Blick gerichtet auf Hockenheim. Ich werde bereit sein um alles zu geben im Titelkampf!

 

 

 

15.08.2017

 

Vollangriff in Schleiz und Assen

 

In Schleiz angekommen freute ich mich endlich wieder aufs Mopped zu steigen. Wie üblich nutzten wir die Freitagstrainings für die Abstimmung des Motorrades. Ich fand schnell zurecht und konnte ordentliche Zeiten fahren. Im ersten Quali setzten wir einen neuen Satz Reifen ein und mit Platz 2 war ich dann auch zufrieden, da der Abstand auf Platz 1 nicht gross war. Im zweiten Quali konnte ich mich nicht mehr verbessern und fiel so auf den fünften Startplatz zurück. Natürlich war ich nicht zufrieden aber mit der Selbstsicherheit eines guten Starters nahm ich es dann gelassener.

Im ersten Rennen konnte ich gleich zu beginn auf Platz zwei stürmen. Ich versuchte dem ersten zu folgen, doch seine Pace war einfach zu gut. Ich ging dann mein eigenes Tempo und konnte so meinen zweiten Platz bis zum Schluss ins Ziel bringen. 

Über Nacht versuchte ich zu analysieren wo ich noch besser fahren kann, denn am Motorrad konnten wir nicht mehr viel verstellen. 

Ich versuchte wieder gleich zu starten wie ins erste Rennen, aber das gelang mir dieses mal nicht wie gewünscht. In der ersten Kurve musste ich zurückstecken und wurde in einen Kampf um Platz 3 verwickelt. Die vorderen konnten langsam einen Abstand heraus fahren und ich versuchte aus den Kämpfen rauszukommen. Als ich auf Platz 4 liegend endlich ein wenig Luft hatte konnte ich sofort zum dritt gelegenen aufschliessen. Doch aus heiterem Himmel hat meine Bremse nicht mehr wunschgemäss funktioniert und so biss ich mir die Zähne an Georg Einzmann aus. Da ich keine Himmelfahrtskommando reiten wollte, liess ich es bleiben und nahm, ein bisschen enttäuscht den vierten Rang und wichtige Punkte mit nach Hause.

Im grossen und Ganzen war ich zufrieden mit dem Wochenende, obwohl ich mir im zweiten Rennen mehr erhofft hatte. Aber wie immer in Schleiz war die Atmosphäre einmalig mit den vielen Fans und Zuschauern! 

 

In Assen ging es auf eine meiner absoluten Lieblings Strecken. Um ganz ehrlich zu sein war meine Zielsetzung klar. Sieg muss her!

Das erste Training musste ich leider auslassen, weil meine Regenreifen nicht aufgezogen waren. Danach lief es wie am Schnürchen. Nach dem ersten Quali war klar mit wem ich den Sieg bei trockenen Bedingungen ausmachen werde. Ich wusste das ich aufs Rennen noch schneller werde da wir noch keinen neuen Reifen eingesetzt hatten. Quali 2 ist ins Wasser gefallen wie es der Wetterbericht angekündigt hatte. So konnte ich auch bei diesen Bedingungen noch ein bisschen Trainieren. Den ob es im Rennen Trocken sein wird, war zu diesem Zeitpunkt alles andere als klar. 

Zum Glück hatte Petrus erbarmen mit uns. So war es zum Rennstart wieder Trocken. Ich hab einen supper Start hingelegt und konnte das Feld lange anführen. Bis mich Christof Höfer in Runde 5 überholt hat. Danach entbrannte ein zweikampf um den Sieg. Nach einigen Überholmanövern versuchte ich mich drei Runden vor Schluss abzusetzen und machte einen dummen Fehler in Kurve drei. Ich bremste zu spät und bin neben die Strecke gekommen. Danach konnte ich den Abstand zum ersten nicht mehr verkürzen und wurde zweiter.

Das Ziel für Lauf zwei war klar. Wir haben noch an dem Setup der Gabel geschraubt um vielleicht noch ein bisschen was rauszuholen. Die Taktik wollte ich nicht ändern und so versuchte ich wieder von Vorne weg zu ziehen. Nach einem guten Start konnte ich als Zweiter in die erste Kurve einbiegen. Der Führende fuhr sehr sauber und so fand ich nur schwer einen Weg vorbei. Zuerst wurde ich selber von Christof überholt und da wusste ich das ich dranbleiben muss. Er machte kurzen Prozess mit Rene Raub der auf 1 lag. Ich hatte mehr mühe und kam erst eine Runde später vorbei. Danach biss ich mir die Zähne an Christof aus und nach einigen Duellen konnte ich wieder nicht den gewünschten Sieg einfahren. Das Motorrad war viel unruhiger als im ersten Rennen. Wir müssen unbedingt an diesem Problem arbeiten dann bin ich mir sicher steh ich kommende Rennen einmal ganz oben.

Leider habe ich wichtige 10 Punkte in der Meisterschaft verloren aber die Podestplätze waren trotzdem positiv. Ich freue mich auf die nächsten Rennen und hoffe weiterhin ganz vorne mitzumischen!!

 

  

 

19.07.2017

 

"Schadensbegrenzung" in Zolder

 

 An Zolder hatte ich keine guten Erinnerungen vom letzen Jahr. Ich versuchte aber möglichst positiv an das Wochenende heranzugehen. Los ging es schon am Donnerstag mit den beiden freien Trainings.

Im ersten kam ich nicht so richtig in Schwung weil die Übersetzung nicht gepasst hat und die Strecke sehr schwierig ist, wenn man nicht genug Kilometer auf Ihr abgespult hat. Das zweite Training war verregnet, da mir aber noch ein bisschen Routine fehlt im Regen, bin ich es Trotzdem gefahren. Fazit: Sturz bei 160km/h und frisch lackierte Verkleidung im Eimer. Ich hätte mich selber ohrfeigen können! Zum glück war der Schaden schnell repariert. Ein riesiges Dankeschön an das Team Bergau, die mir ein Stück ihrer Seitenverkleidung ausgeliehen haben.

Am Freitag war das erste Quali. Mit gebrauchten Reifen konnte ich mich um 2 Sek. pro Runde steigern gegenüber dem ersten Training. Ich war aber noch nicht zufrieden mit P5. Am Samstag im zweiten Quali haben wir dann neue Reifen aufgezogen um nochmals einen Schritt vorwärts zu machen. Das gelang mir auch und ich konnte nochmals Zeit gut machen. Mit P4 war ich nicht ganz zufrieden aber meine Rundenzeit lies mich hoffen fürs Rennen.

Am Samstag Abend ging es los zum ersten Rennen. Ich hatte einen guten Start, aber im verlaufe des Rennens konnte ich einfach nicht schneller fahren. Ich war konstant eine halbe Sekunde langsamer als im Quali. Das ergab schlussendlich Platz 4. Da noch eine Gaststarterin vor mir war bekam ich die Punkte für P3.

Wir haben über Nacht noch das Setup ein bisschen verändert und nochmals neue Reifen aufgezogen. Am Rennsonntag erhofften wir uns eine bessere Pace. 

Den Start zum zweiten Rennen habe ich super erwischt und konnte mich als zweiter einreihen. Das Hinterrad der Führenden konnte ich aber nicht lange halten und so fuhr ich meinen Rythmus. Ich war konstant schneller als am Vortag aber in Runde 10 gingen meine zwei Verfolger vorbei. Ich konnte den Anschluss nicht ganz halten und für einen Angriff waren sie dann zu weit weg. So wurde ich wieder vierter.

Da Zolder nicht zu meinen Lieblingsstrecken gehört, sind das wertvolle Punkte für die Meisterschaft. Im grossen und ganzen ein gelungenes Wochenende trotz meines Fehlers am Donnerstag. 

In Schleiz geht es weiter und ich hoffe das ich die Meisterschaftsführung verteidigen kann oder sogar ausbauen!! ich freu mich schon!! #4 vollgas

 

 

21.05.2017

 

Viel zu tun am Nürburgring...

Da das Motorrad sehr spät ausgeliefert wurde hatten wir noch alle Hände voll zu tun. Donnerstag Abend bekamen wir die restlichen Cupteile und mussten die noch ans Motorrad schrauben. Eigentlich keine grosse Sache, aber es ist sicher ein besseres Gefühl, wenn man mit einem "fertigen" Rennmotorrad und wenn möglich noch ein paar Testkilometer in den Beinen beginnen kann. Meine Erwartungen waren dementsprechend gering und ich wollte mich einfach schnell wohlfühlen auf dem Motorrad.

Den ersten Tag verbrachten ich mit fahren fahren fahren. Ich habe relativ schnell ein gutes Gefühl für die Kiste entwickelt und konnte schnell sagen wo noch geschraubt werden musste. Am Samstag war dann Quali1+2. Ich konnte mich gut steigern und war mit meinen Zeiten einigermaßen zufrieden. Im zweiten Quali konnte ich nicht wie gewollt angreifen am Schluss. Kurz vor Start/Ziel hat sich mein rechter Lenkerstummel gelöst und ich musste in die Box einbiegen. Mit Startplatz 2 konnte ich aber durchaus zufrieden sein.

Das erste Rennen war Nervenaufreibend. Eine halbe Stunde zuvor hat es noch monsunartig geregnet und wir entschieden uns auf Regenreifen umzurüsten. Doch 10min vor dem Start kam die Sonne wieder nach vorne und Trocknete die Strecke fast komplett ab. Keine Zeit um nochmals die Reifen zu wechseln. So startete ich im wissen das ich zwei Regenreifen auf dem gewissen haben werde. So kam es auch. Ich war zum glück nicht der einzige der mit dieser Situation umgehen musste. So konnte ich immerhin den 5 Platz ins Ziel retten. Auf einen Podest-platz hatte ich keine Chance, die ersten drei waren mit Slicks unterwegs.

Das zweite Rennen konnten wir dann im Trockenen starten. Mit einem guten Start und einer engen Linie in Kurve 1 konnte ich mir die Führung in der ersten Runde sichern. Doch in der zweiten Runde musste ich einen Umweg nehmen bei der Kurzanbindung. Ich habe mich verbremst und brachte das Motorrad nicht mehr ohne Brechstange in die Kurve. Ich landete auf Platz 11 und musste mich nach vorne kämpfen. Platz um Platz arbeitete ich mich nach vorne und konnte noch als Zweiter durchs Ziel fahren. Natürlich hat mich mein Fehler sehr geärgert aber mit dem zweiten Platz war ich doch im grossen und ganzen zufrieden.  Ich bin auch schon seit letztem Jahr in Hockenheim auf keinem Motorrad gesessen, geschweige den jemals auf einer 1000er.

Ich hoffe jetzt wir nehmen den Schwung mit und können in Zolder dort weitermachen, wo wir aufgehört haben. Ich freu mich riesig wieder auf der Suzuki zu sitzen. Vielen Dank an KKD Klaus-Dieter Kindle für das tolle Kombi und die Handschuhe! Vielen dank auch an Sascha Schoder und Roger Plath (PS-Trackevents) für ihren unermüdlichen Einsatz! Und natürlich danke an Mein Team, Helfer und Sponsoren, die das alles erst möglich machen! 

 

 

 

14.04.2017

 

Ich freue mich sehr euch mitteilen zu können, dass ich dieses Jahr den geplanten Umstieg auf das grössere Motorrad (1000ccm) realisieren kann. Leider ist es sehr, sehr spät zustande gekommen, sodass alles jetzt ein bisschen stressig wird. Ich habe mich im deutschen Suzuki GSX-R Cup eingeschrieben und werde eine neue GSX-R1000 pilotieren. Der Cup wird im Rahmen der IDM ausgetragen und ist relativ seriennah, was optimal ist um mich auf dem neuen Motorrad einzuleben. Als Prämie des Cups winkt dem Gewinner ein Platz auf einer von Suzuki Deutschland bereit gestellten 1000er für nächstes Jahr in der IDM Superbike. Ich hoffe, dass ich vorne mithalten kann, aber grundsätzlich sehe ich 2017 als Lehrjahr. Mit der ganzen Elektronik und der Power die auf mich zukommt habe ich sicher genug zu tun.

Lange hat mich nichts motiviert dieses Jahr und ich dachte schon ich lege eine Pause ein. Aber jetzt bin ich wieder voller Motivation und Vorfreude!

Mit Vollgas in die neue Saison würde ich sagen!!

 

www.world-of-motorcycles.de

 

 

04.10.2016

 

Saisonabschluss

 

Mit den Rennen am Lausitzring im Rahmen der SBK-WM und dem Hockenheimring fanden vergangene Woche die Letzten Veranstaltungen der Saison statt. 

Vom 16-18.09. waren wir am Lausitzring zu Gast bei der WM. Schon im Vorherrein war klar, dass schwierige Wetterbedingungen herrschen würden. Der Herbst kündigte sich mit niedrigen Temperaturen und Regen an. Am Freitag hatten wir Glück und es blieb den ganzen Tag trocken.  Am Morgen musste ich noch den neu revidierten Motor einfahren, somit waren die Zeiten noch nicht wirklich interessant. 

Weil wir sozusagen die „Lückenbüsser“ für die WM waren, hatten wir nur am Morgen und am Abend Trainings oder Rennen, was ein bisschen ungewohnt war. 

Am Abend ging es weiter mit dem Quali. Ich kam gut zurecht und konnte mir den siebten Startplatz sichern.

Samstag hatten wir nur ein Warmup und gleich das erste Rennen um 17.50Uhr. Die Bedingungen waren äusserst schwierig. Einsetzender Regen machte die Reifenwahl zu einem Poker. Ich bin mit Regenreifen in die Startaufstellung gefahren was sich als Fehler herausstellte. Zum Glück war mein Team schnell genug, so dass wir in der Aufstellung noch auf Trockenreifen umbauen konnten.

Das Rennen verlief aus meiner Sicht gut. Weil die Nässe schwer einzuschätzen war, konnte ich teilweise bis auf Platz vier nach vorne kommen. Zum Schluss wurde es wieder trocken und ich musste mich noch drei Gegnern geschlagen geben. Aber mit Platz sieben habe ich wenigstens meine Startposition verteidigt.

Im zweiten Rennen am Sonntag kam ich nicht auf Touren. Nach dem knapp auf unser Rennen, die Strecke wieder ganz trocken war, fehlte mir die nötige Traktion. Wir haben keine neuen Reifen montiert, da wir schon dachten es gibt ein Regenrennen. Ich habe alles gegeben aber zum Schluss musste ich sogar noch zwei Gaststarter ziehen lassen. Das hiess dann Platz neun.

Nur eine Woche später hatten wir auch schon Hockenheim. Das Schönste zum Schluss heisst es ja immer. Mit sommerlichen Temperaturen und bestem Wetter wurden wir empfangen. Ich habe mir viel vorgenommen und wollte mein bestes Resultat der Saison einfahren.

Die Trainings sind gut gelaufen und ich war etwa dort wo ich mich von den Zeiten her gesehen habe. Das erste Quali hatten wir schon am Freitag. Meine persönliche Bestzeit vom Vorjahr konnte ich um 0.2sek verbessern. Das stimmte ich optimistisch fürs zweite Quali am Samstag.

Im zweiten Quali bin ich nochmals einen neuen Hinterreifen gefahren. Doch wiedererwarten erzielte ich keine schnellere Rundenzeit. Ich habe einfach keine gute Runde hingebracht und der Hinterreifen brachte mir auch kein besonders gutes Vertrauen. Somit musste ich beide Rennen vom zehnten Platz aus starten.

Im ersten Rennen bin ich nicht super weggekommen und in der ersten Kurve drängte mich ein übermotivierter Fahrer von der Piste. So kam ich fast als Letzter in der zweiten Kurve an. Ich wollte natürlich schnell wieder Positionen gutmachen. Es kam zu einem Fehler meinerseits. Aus der Rechts- vor der Sachskurve konnte ich viel Schwung mitnehmen und wollte gleich zwei Konkurrenten ausbremsen. Als ich angeflogen kam,  zogen diese aber voll nach innen so das mir links kein Platz mehr blieb. Als Folge kam es zur Berührung. Ich konnte einen Sturz nur mit sehr viel Glück vermeiden, doch die anderen Zwei sind gestürzt. Für die Beiden tut mir das Leid, aber solche Rennunfälle passieren nun mal. Das Rennen wurde daraufhin abgebrochen. 

Der Neustart verlief besser und ich konnte mich an neunter Position einreihen. Zwei Konkurrenten fuhren direkt vor mir und ich dachte lange ich könnte diese Pace mitgehen, doch zum Schluss waren sie klar schneller und ich verlor den Anschluss. Durch zwei Ausfälle vor mir, konnte ich so den siebten Rang einfahren.

Zum zweiten Rennen am Sonntag haben wir noch einiges am Fahrwerk umgestellt und hofften, dass es besser wird mit meinen Traktionsproblemen. Nach einem guten Start konnte ich gut mithalten und nach einigen Fights mit anderen Fahrern fuhr ich als Neunter über die Ziellinie

Ich war schon ein bisschen enttäuscht, denn meine Pace war nicht viel besser als im letzten Jahr, als ich als Gaststarter in Hockenheim dabei war. Mein persönliches Ziel in den Top 8 Ende Saison zu sein, habe ich verpasst. Ich bin nun 11. in der Punktetabelle. 

„Hätte- wäre- wenn“ bringt alles nichts. 

Nun gilt es in der Winterpause die Rennen zu analysieren um nächstes  Jahr besser vorbereitet zu sein.

Die Planung für nächste Saison bereitet sich schwierig. Wer hätte das gedacht, ist ja jedes Mal so. Insgeheim hoffe ich, dass ich genug Budget auftreiben kann um in einem Team zu fahren. 

 

 

 

 

19.08.2016

 

Schlechte Nachrichten von Assen.

Nachdem ich voller Zuversicht nach Assen gereist bin, kann ich leider nichts Gutes berichten.

Am Freitag war noch alles in Ordnung und ich konnte zwei Trainings bei feuchten Bedingungen und zwei bei Trockenen fahren. Ich war mit gebrauchten Reifen sogar auf Platz 7.

Doch am Samstag im ersten Quali fing es an. Ich dachte mein Getriebe ist wieder defekt. Weil ich die gleichen Anzeichen hatte wie am Nürburgring.

Wir haben anschliessend alles demontiert aber nichts gefunden, dass auf einen Defekt hindeutet. Mit dem gleichen Getriebe wollte ich dann im Quali 2 noch einen Versuch wagen. Im dritten Gang hatte ich allerdings Probleme. So konnte ich keine Runde fahren.

Aufs Rennen haben wir das komplette Getriebe gewechselt und wurden gerade so fertig. Schon in der Einlaufrunde wusste ich, dass es nicht hinhaut. So sind wir in die Box zurück um zu schauen was los ist.

Den ganzen Samstag waren wir am schrauben und Teile wechseln bis spät in die Nacht hinein.

Am Sonntag im Warmup versuchte ich nochmals eine Runde zu fahren, aber es ging wiederum nicht. Wir waren mit unserem Latein am Ende. So packten wir unsere sieben Sachen und machten uns enttäuscht auf den Nachhauseweg.

Zwei Nuller sind natürlich nicht das was ich brauche. Ich war guter Dinge am Freitag und die Strecke hat mir einfach super gepasst und spass gemacht.

 

Was soll ich sagen, ich bin sehr traurig das ich wieder von der Technik eingebremst wurde. Ich hoffe wir finden das Problem bis Lausitz sonst muss ich mir womöglich noch Gedanken machen über einen neuen Motor…

 

 

 

04.08.2016

 

Schleiz im Ausnahmezustand!

 

Mit 27'000 Zuschauern ist die Strecke von Schleiz eine der bestbesuchtesten Strecken im Kalender. Klar ist man dadurch zusätzlich motiviert und möchte sich möglichst gut präsentieren.

Ich war das letzte mal 2012 dort und brauchte die Freitags-Trainings um mich wieder auf den Kurs einzuschiessen. Mit 1.32 Zeit war ich aber nicht zufrieden denn die schnellsten fuhren schon 1.30er. 

Im ersten Quali am Samstag konnten wir während des Trainings schon einen guten Schritt vorwärts machen mit dem Setup am Motorrad. Ich dachte wir sind auf dem richtigen Weg und am Nachmittag mit dem weicheren Reifen würde noch etwas mehr drin liegen. 

Falsch gedacht, ich kam in Q2 einfach nicht an meine Bestzeit von Q1 ran und musste das Rennen so auf Startplatz 13 in Angriff nehmen. Mit meiner Zeit von 1.31 war ich eigentlich nicht schlecht zufrieden aber das Feld war extrem eng beisammen.

Im Ersten Rennen bin ich wie immer gut weggekommen. Ich wollte möglichst am Anfang den Anschluss nicht verlieren aber das gelang mir nicht ganz. So hatte ich ein einsames Rennen. Meine Hoffnungen auf eine Bessere Platzierung zerschlugen sich in der 10ten Runde als ich merkte wie der Hinterreifen abbaute. P13 war das maximal mögliche..

Am Sonntag sind wir wieder auf die härtere Reifenmischung zurück. Das hat sich als besser herausgestellt. Nach einem guten Start konnte ich gut gegenhalten und zum Schluss noch einen Platz gut machen. Der 11te Rang sprang im zweiten Rennen heraus. 

Mit dem Wochenende kann ich wieder einmal nicht zufrieden sein, den mein erklärtes Ziel sind Top8 Platzierungen. Nun müssen wir schauen an was es genau liegt und hart Arbeiten um den Rückstand zur Spitze zu verringern. Trotz der ernüchternden Ergebnisse werde ich nicht aufgeben und in Assen nächste Woche wieder alles daran setzen, um weiter nach vorne zu kommen!

 

 

 

22.07.2016

 

Zolder Zolder Zolder…..

Die Strecke war neu für mich und vom Hören sagen gilt sie als schwierig zu lernen. Darum hatte ich auch nicht die höchsten Erwartungen an meine Ergebnisse, ich versuchte einfach das Beste aus diesem Wochenende zu machen.

Nach dem ersten Training war ich echt geschockt und hatte harte Unterarme wie noch nie zuvor. Das ganze Layout der Strecke war wirklich nicht einfach. Ich dachte mir schon, dass ich viel zu verkrampft auf dem Motorrad sitze und versuchte von Training zu Training lockerer zu fahren. Wie sich herausstellte war ich aber erst im ersten Rennen genug locker um 15 Runden Vollgas zu geben.

Am Freitag versuchten wir noch diverse Einstellungen mit Fahrwerk und der Übersetzung. Dieser Kompromiss war wirklich schwierig abzuschätzen, da wir ja keine Datenaufzeichnung haben die uns dabei hilft.

Im ersten Quali konnte ich meine Zeit von Freitag verbessern. Doch trotz aller Anstrengung kam ich nicht so weit nach vorne wie ich das gerne gehabt hätte. Auf Q2 haben wir dann die Übersetzung geändert und prompt war ich schneller. Das hiess dann Startplatz 14 von 21 Fahrern.

Mit den gleichen Einstellungen ging ich dann ins Rennen. Ich dachte, wenn ich Schnellere vor mir habe kann ich noch ein bisschen zulegen. Doch nach einem guten Start konnte ich meine Positionen nicht halten und eine grosse Lücke ging auf die ich nicht mehr schliessen konnte. Das Motorrad vermittelte mir einfach nicht genug vertrauen um noch schneller zu fahren. Ausbeute war der 10. Platz in der IDM Wertung und der 13te inklusive den Holländern, die ebenfalls mit uns gefahren sind.

Die ganze Nacht war ich am grübeln und nachdenken was ich den anders machen kann um weiter vorne zu landen. Geschlafen habe ich natürlich auch noch XD. So probierten wir im Warmup wieder andere Einstellungen. Leider nicht mit dem erhofften Erfolg.

Das Zweite Rennen am Sonntag war dann wirklich heiss. 45°C Asphalt und 28°C im Schatten. Ich konnte wieder gut Starten und mich an eine Gruppe dranhängen. Bis zur 5ten Runde dachte ich kann da mithalten. Bis auf der kurzen Geraden vor Start/Ziel Kühlwasser an meine Scheibe spritzte. Das Motorrad war so heiss das das Kühlwasser zu kochen begann und mir ans Visier spritzte. Ich dachte schon ich muss die Box ansteuern und aufgeben. Aber wenn ich die Gänge ein bisschen früher eingelegt habe und die Drehzahl nicht zu hoch steigen liess konnte ich das Wasser unter 100°C halten. So kann man natürlich kein gutes Resultat einfahren. Ich kam dann als 15ter ins Ziel, in der IDM Wertung bedeutete das Platz 11.

So nahm das Wochenende seinen Lauf und glücklich sieht sicher anders aus. Ich denke Schleiz wird wieder besser laufen da ich die Strecke auch schon kenne.

 

Ich freu mich drauf und werde wieder alles geben!!

 

 

 

11.05.2016

 

Startschuss ist gefallen!

 

Zum Glück ist die Saison endlich gestartet! Wir sind am 25.04. zum offiziellen Training der IDM an den Lausitzring gereist, da wir wussten, dass die Bedingungen und vor allem das Wetter sehr schlecht wird. Das hat sich dann auch einen Tag darauf bestätigt, mit Temperaturen zwischen 4-8 Grad und Regen. So konnten wir nur am Mittwoch fahren. Da es aber auch sehr kalt war aber zumindest trocken, nahm ich das Training eher als einrollen auf das Wochenende.

 

Am Wochenende hat das Wetter umgeschlagen und wir konnten uns über ein paar Sonnenstrahlen freuen. Die Trainings liefen nicht schlecht und ich konnte mich stetig steigern. Da die Strecke sehr wellig ist, musste ich zuerst das nötige vertrauen zum Motorrad wiederfinden. In den Qualis am Samstag konnte ich den 8. Startplatz herausfahren. Vor fünf Jahren als ich mit meiner Honda das erste und letzte mal dort gewesen bin, war ich über 4 Sek. langsamer als jetzt. Das zeigt natürlich wie gross meine Fortschritte in den letzten Jahren gewesen sind.

Im ersten Rennen konnte ich super Starten und war gleich sechster. Im Verlauf des Rennens musste ich aber wieder zurückstecken und wurde 9ter. Ich konnte die Rundenzeiten nicht so konstant fahren wie ich das gerne gemacht hätte. So haben wir am Sonntag im Warmup an der Gabel noch ein paar Änderung vorgenommen, welche sich positiv ausgewirkt haben.

Im zweiten Rennen fand ich meine Konstanz wieder und konnte um den sechsten Platz kämpfen. Doch in der letzten Runde ist mir ein kleiner Fehler passiert und somit wurde ich 7ter im zweiten Rennen.

Für mich durchaus ein zufriedenstellendes Wochenende. Mit Gegnern auf sehr hohem Niveau. Dafür das ich ein halbes Jahr nicht auf dem Motorrad gesessen bin!

 

Vergangenes Wochenende waren dan auch schon Lauf 3+4 bei schönstem Wetter auf dem Nürburgring angesagt. Schon im ersten Training am Freitag hatte ich ein super Gefühl fürs Motorrad und die Strecke. Platz 5 am Freitag im Training konnte sich sehen lassen. Voll motiviert ging ich ins erste Quali am Samstag. Doch schon in der zweiten gezeiteten Runde blockierte das Hinterrad und mein Motorrad warf mich über den Lenker ab. Folge daraus, Fahrer OK aber das Motorrad hatte einen Getriebeschaden der den Sturz auch verursacht hat. Zum Glück ist es an einer langsamen Stelle passiert, nicht auszudenken was sonst gewesen wäre. Voller Tatendrang versuchten wir das Getriebe bis zum Zeiten Quali zu wechseln. Da es aber eine Planänderung gab und das Quali schon vor dem Mittag statt fand, wurden wir 10 Minuten zu spät fertig.

Ich musste aus der letzten Startreihe losfahren, was natürlich äusserst schlechte Vorrausetzungen in so einem starken Fahrerfeld waren.

Mein Start war wieder ausgezeichnet und ich konnte ein paar Plätze gutmachen. Durch die zahlreichen Überholmanöver konnte ich aber keinen guten Rhythmus finden und musste mich mit dem 11. Rang begnügen.

Im zweiten Rennen pokerten wir mit dem weichen Hinterreifen ein bisschen zu hoch. Die ersten Runden konnte ich gut mithalten und um bessere Positionen kämpfen. Doch ab der 10. Runde löste sich mein Hinterreifen langsam auf und ich konnte keine guten Zeiten mehr fahren. Als ich mich auch noch verbremste und einen Umweg gehen musste, habe ich nochmals zwei Ränge verloren. Schlussendlich wurde ich 13ter von 20 Fahrern und war darüber natürlich enttäuscht. Den Platz 8 wäre drin gewesen wenn alles nach Plan gelaufen wäre.

Wieder einmal von neuem musste ich erfahren wie ein Rennwochenende sich zum Schlechten wenden konnte. Ich lasse mich jetzt aber nicht herunterziehen von diesen Resultaten, denn ich weiss, dass ich viel weiter vorne fahren könnte, wenn alles klappt und alles gegeben habe ich allemal.

 

Die IDM gefällt mir sehr gut und ich fühle mich super auf dem Motorrad. Zolder kann kommen. Ich bin so motiviert und fokussiert wie schon lange nicht mehr!

 

 

 

 

01.03.2016

Neues Jahr, neue Homepage, neue Meisterschaft!! 

 

Ich werde diese Saison den Schritt in die IDM Superstock600 wagen und stelle mich neuen Herausforderungen. Nach 5 Jahren Schweizermeisterschaft die für mich mit Höhen und Tiefen verlaufen sind, freue ich mich riesig auf das nächst höhere Level.

Zusammen mit meinem Vater und der Kawasaki ZX6-R mit der ich vergangenes Jahr schon unterwegs war, hoffe ich auf möglichst gute Resultate. Die Vorbereitungen sind im vollen Gange! Aktuelle Bilder folgen sobald das Motorrad fertig wird. 

Drückt mir die Daumen!! Vollgas 2016 kann kommen!!

 

 

 

 

20.10.2015

Besser Spät als nie ;)

Kurz vor Slovakia habe ich mich entschieden an die IDM (Internationale Deutsche Meisterschaft) nach Hockenheim zu gehen. Da Michael Ghilardi mir zugesichert hat das er auch nicht am Slovakiaring ist. Schlussendlich wurde ich an diesem Wochenende Meister ohne bei den zwei Rennen dabei gewesen zu sein!!

An der IDM wartete eine neue Herausforderung auf mich. Es hatte viele Gaststarter in meiner Klasse, sogar zwei WM Fahrer waren anwesend. Ich wollte natürlich einen guten Eindruck hinterlassen darum riskierte ich am Freitag schon ein bisschen mehr als in der Schweizermeisterschaft.

Im ersten Quali haben wir eine weichere Reifenmischung benutzt. Leider konnte ich den Extragripp in den ersten zwei Runden nicht optimal nutzen. So konnte ich auf Platz 10 fahren 0.2Sek. schneller als ich je in Hockenheim gefahren bin.

Das Zweite Quali war am Samstagmittag. Da ich mit der Zeit schon fast zufrieden war probierten wir den Hinterreifen aus den wir auch für das Rennen benutzen wollten. Ich konnte ganz ordentliche Runden hinlegen und brachte meine Zeit nochmals um 0.1Sek runter. Da aber alle nochmals schneller geworden sind wurde ich auf Platz 13 nach hinten gereicht. Die Top10 waren in 1Sek drin!! Nur der erste war eine Klasse für sich.

Losfahren konnte ich aus Reihe 4 vom 12 Startplatz, da ein Fahrer vor mir Straf-Rückversetzt wurde. Ins erste Rennen bin ich gut gestartet und konnte mich gleich auf Platz 11 verbessern. Ich hatte ein gutes Gefühl und war bereit mich nach vorne zu kämpfen. In Runde 7 war aber leider schon Schluss, ich wurde von einem Konkurrenten abgeschossen und bin gestürzt. Nach dem ich noch in die Box gefahren bin habe ich mir gesagt das es keinen Sinn mehr hat das Rennen nochmals aufzunehmen. Bei mir ging es nur um den Platz nicht um Punkte.

Am Motorrad ist zum Glück nicht viel kaputt gegangen so mussten wir nicht viel Schrauben um das zweite Rennen fahren zu können.

Im zweiten Rennen konnte ich nicht überzeugen. Mein Hinterreifen hatte schon vor Rennmitte keinen Gripp mehr und wie schon das Gesamte Wochenende über bekam ich zunehmend Krämpfe in den Unterarmen. So wurde ich immer langsamer und wurde gerade einmal 14. was für mich sehr enttäuschend war.

Aber grundsätzlich kann ich mit dem Speed den ich gezeigt habe zufrieden sein. Die Entscheidung für nächste Saison wird sicher zwischen der IDM oder der Schweizermeisterschaft fallen. Wobei ich sagen muss wenn ich SM fahre, dann nur mit 1000cc.